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BMW E 24 Project 6.3.5 on AIR

Photos by StaneksArt Photography @StaneksArt

Nach dem wir die Karrosserie freigelegt haben, stellten wir fest, dass die Radkästen, Unterboden, hintere Seitenteile, Kofferraumboden, sowie die Längsträger und Wagenheberaufnahmen vom Rost völlig zerstört waren. Aufgrund der schlechten Ersatzteilage beschlossen wir gemeinsam, alle Blechteile aus 1.2mm Blech eigenständig zu rekonstruieren und nachzubauen. Also haben wir zunächst alles vom Rost beschädigten Teile großflächig aus der Karossrrie getrennt und mit dem English Wheels das jeweilige Teil nachgebaut.

Nach dem wir die vorderen Längsträger und die Radhausschalen ausgebohrt hatte, haben wir die Roststellen und gravirenden Löcher großflächig entfent und mit vorgeformten Stahlblechen ausgebessert. Die Längsträger haben wir mit 2mm Blech dem original Längsträger nachgebildet. Bei Schweißverfahren haben wir ausschließlich auf die WIG Methode gesetzt, da hier eine Nachbearbeitung der Naht höchster Güte nicht mehr Notwendig ist.

Der nächste Schreck kam nach Überprüfung der HInterache und des Kofferraumbodens, wobei uns der Vorbesitzer eine 100% tige Restaurierung zugesichert hatte. Jedoch lagen die Schwerpunkte der vorhergehenden Restaurierung darin, den Unterboden mit vielen dicken Lagen Unterbodenschutz einzustreichen, statt sich dem durchlöcherten tragendenen Teilen anzunehmen.

English WHeel restore

Weiter entpuppte sich der vom Vorgänger restaurierte 6er Coupe aus 84 als Unfallwagen. Denn das hintere rechte Seitenteil wurde vor geraumer Zeit erneuert. Spuren der Glasscherben im Schweller deuteten letztendlich auf eine Unfallresaturation hin. Hierbei kam Karossrie – und Lötzinn zum Ersatz deren ätzendes Flussmittel dafür sorgte, dass im hinteren rechten Teil des Fahrzeuges der Halt mehr oder wenigerer aus mehreren schichten Lack den Hinterbau zusammen hielt.