Bei diesem Projekt haben wir uns Explizit für einen BMW X5 aus der Modellreihe E53 entschieden, da dieses Facelift Modell zu einer der ausgereiftesten Modelle aus der „X Drive Familiy“ seitens BMW gehört. Das aus dem E39 stammende Fahrwerk ist zu dem mit seiner Mehrlenker – Hinterachse grundsolide. Jedoch weißen die Modell aufgrund Ihres Alters, Laufleistung sowie extremer Belastung diverse Schwachstellen auf. Wir haben diesen BMW X5 3.0 d mit M57N Motor mit rund 218 PS und damals einer Laufleistung von 187000km in alle Einzelteile zerlegt und uns den folgenden Schwachstellen angekommen. Herausgekommen ist absolut ein Nordschleifen tauglicher SUV mit Spaßfaktor für Jedermann. Universell einsetzbar mit hohen Sicherheitsreserven. Aber später mehr dazu…..

SUV on Ring

Zu Beginn mussten die Achse und der Turbo raus. Die ausgeschlagene, vom Rost schwer geschädigte Hinterachse kam erst zum Verzinken ins Tauchbad und später zum Pulverbeschichten bei OTEGA nach Kassel, welche parallel auch die gesamten Achsteile für meinen E24 bearbeitet haben. Das Projekt E24 findet Ihr in einem anderen Writer auf unserer Seite.Um die Zeit nicht nutzlos verstreichen zu lassen, habe ich mich um die Ursachen der Rauchzeichen gekümmert. Ferner waren hierfür verantwortlich das defekte Thermostat sowie das Glühkerzensteuergerät. Dadurch dass der Motor die Betriebstemperatur nicht mehr erreichte und durch das defekte Glühkerzensteuergerät der Motor nicht mehr regenerieren konnte, hat sich das DPF kontinuierlich zugesetzt. Durch öffnen des DPF sowie einer Widerstandsmessung der Firma DPF24 wurde ein Abgasgegendruck von 435 mbar festgestellt (max. 45 mbar vor Regeneration).

Dies hatte zur Folge, dass sich das Radiallager axial im Turbinengehäuse gegen das Axiallager verschoben hat und hierdurch das Turbinenrad im Garrett GT22 60V munter das Motorenöl in Richtung Ladeluftkühler und AGR geschoben hat. Dies führte dazu, dass sich die Abgasrückführung und die Ansaugbrücke im Laufe der Zeit mit Ölkohle zugesetzt haben. Letztendlich passte das Verhältnis zwischen Frischluft und Abgasen im Motorumfeld nicht und führte von den anfänglichen Diesel`n zu den starken Rauchwolken. Die Dieselfahrer unter uns werden dieses Problem allzu gut kennen.

Die Ursachen wurden mit Hilfe eines überholten Upgrate-Lader von Garret behoben.

Folgende Teile wurden ausgetauscht und gereinigt:

  • neues AGR – Ventil mit Kühler

  • größerer Performance Intercooler aus dem E 60

  • neue Ansaugbrücke

  • gereinigter DPF von DPF24

  • 6 neue Injektoren, da bei 3 Injektoren die Rückflussmengen kritisch waren

Für den besseren Bodenkontakt mussten die Serienräder weichen und es kamen BMW Styling 214 Räder in den Dimensionen 10 X 20 ET 37 & 11 X20 ET 40 mit vorne 275 / 40 / R 20 und 315 /35 /20 zum Einsatz. Damit der Wagen sich noch optisch besser präsentiert, wurden Spurplatten vorne in 25 mm pro  Rad und  hinten mit 35 mm pro Rad montiert. Dies hatte den Nachteil, dass die Räder ultraweit rausgestanden haben, welches Problem wieder durch die  Verbreiterung vom großen Bruder 4.8is gelöst wurde.

Für die bessere Performance wurden Bilstein B9 Dämpfer mit einem Eibach Pro Kit verbaut. Die Pro Kit Stabilisatoren bekamen für die Halterungspunkte ebenfalls PU Lager aus dem Hause PowerFlex. Das Fahrzeug wurde dadurch insgesamt im Schwerpunkt um 30 mm gesenkt.

Verschönerungen im Innenraum wurden natürlich auch durchgeführt. Das Lenkrad und der Schalter wurden in feinsten Nappaleder neu bezogen. Hier durften natürlich die passenden Fäden in den M Farben, passend in den frisch gepulverten Bremssätteln aus dem BMW M3 E46 in ultramarin nicht fehlen. Um das Fahrzeug noch ein bisschen aufzuwerten, wurden Klarglasblinker und Rückleuchten passend zu den US Bi Xenon Scheinwerfern mit Performance Licht verbaut.Alles in allem ist aus dem X5, welches als Anhänger betriebenes Lastentier dienen sollte, ein absoluter OFF ROAD Champion geworden, der  auch als Gebirgsjäger auf Alpenpässen genutzt werden kann.